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B-Tagging

Die Messung der Asymmetrie besteht also darin, jeweils die $ \rm B^0$- und $ \rm\overline{B}^0$-Mesonen zu zählen, die in den Endzustand $ \rm J/\psi~K^0_s$ zerfallen.

Um zu entscheiden, ob im ``Signal-Pfad'' ein $ \rm B^0 (\overline{b}d)$ oder ein $ \rm\overline{B}^0 (b\overline{d})$ zerfallen ist, bedient man sich des sogenannten B-Taggings (Abbildung 1.4).

Da bei der pN-Kollision am Target b-Quarks nur paarweise als $ \rm b$- und $ \rm\overline{b}$-Quark produziert werden, muß es noch einen neutralen oder geladenen Partner zum $ \rm B^0$- bzw. $ \rm\overline{B}^0$-Meson geben. HERA-B nutzt im ``Tagging-Pfad'' die semileptonischen Zerfälle des geladenen Partners, bei denen die Ladung des Leptons und des geladenen K-Mesons zwischen

einem $ \rm b$-Quark mit

$\displaystyle B^-(b\overline{u}) \rightarrow D^0(c\overline{u}) + l^- + \overline{\nu_l}~~,
~~D^0(c\overline{u}) \rightarrow K^-(s\overline{u}) + ...
$

und einem $ \rm\overline{b}$-Quark mit

$\displaystyle B^+(\overline{b}u) \rightarrow \overline{D}^0(\overline{c}u) + l^...
...\nu_l~~,
~~\overline{D}^0(\overline{c}u) \rightarrow K^+(\overline{s}u) + ...
$

unterscheidet.



Malte Hildebrandt
2001-06-11