Die Messung des Lorentzwinkels basiert auf der Abhängigkeit
der Streifenmultiplizität von dem Drehwinkel
der MSGC
gegenüber der Richtung des Teilchendurchgangs (siehe
Abbildung 4.10). Die Streifenmultiplizität ist dabei im
folgenden definiert als die Anzahl nebeneinanderliegender
Anodenstreifen, deren Signal größer als eine festgelegte
Schwelle ist.
Abbildung 4.13 zeigt die Streifenmultiplizität als Funktion
des Drehwinkels
für die Zählgasmischung Ar/DME (50/50) und die Driftfeldstärke
= 6,7 kV/cm. Das Minimum der Streifenmultiplizität wird erreicht, wenn
der Drehwinkel
gerade dem Lorentzwinkel
entspricht. Für den
Nullpunkt der Winkelskala
wurde die Kammer bereits um
gedreht, so daß der im
Magnetfeld seinerseits abgelenkte Positronenstrahl wieder
senkrecht durch die GEM-MSGC flog (siehe Abbildung 4.11). In
Tabelle 4.2 sind
die Messungen des Lorentzwinkels für die Zählgasmischungen Ar/DME (50/50) und (80/20) und
verschiedene Driftfelder zusammengefaßt.
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Aus Gleichung (4.7) läßt sich die magnetische
Ablenkfunktion berechnen. Voraussetzung ist neben den Werten
des Lorentzwinkels die Kenntnis der Driftgeschwindigkeit
der Elektronen im elektrischen Feld. Diese
Messungen wurden im Rahmen dieser
Arbeit an den Meßapparaturen ``VD60-Experiment'' und ``Hochfeld-Experiment'' der
Arbeitsgruppe Gasforschung durchgeführt und in
[Oet98] zusammengefaßt.
In Tabelle 4.2 sind die gemessenen Werte der
Driftgeschwindigkeit
und des Lorentzwinkels
sowie die daraus berechneten Werte
der magnetischen Ablenkfunktion
zusammengetragen.
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