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Halterung und Triggerszintillatoren

Abbildung 4.11 zeigt in einer Draufsicht den mechanischen Aufbau, der zwischen die beiden Pole des Magneten geschoben wurde. Die GEM-MSGC befand sich auf einem schwenkbaren Arm, der die Drehung um einen wohldefinierten Winkel erlaubte. Da durch die Drehbewegung der Detektor immer ein bißchen aus dem Strahl gefahren wurde, konnte dies durch Verschieben der GEM-MSGC längs des Armes ausgeglichen werden.

Abbildung: Meßaufbau für den Magnetfeldtest, aus [Zie98]. Die GEM-MSGC war auf einem schwenkbaren Arm befestigt, so daß die Streifenmultiplizität als Funktion des Drehwinkels $ \alpha $ gemessen werden konnte. Vor und hinter der GEM-MSGC befanden sich insgesamt drei Szintillatoren, von denen mit einer Koinzidenzschaltung das Triggersignal zum Auslesen des Detektors abgeleitet wurde.
\includegraphics [width=0.5\textwidth]{Bilder/GEMMSGC/eaufbau.eps}

Um die Flugbahn der Positronen zu bestimmen und ein Triggersignal zum Auslesen des Detektors abzuleiten, wurden drei Szintillatoren aufgestellt und in Koinzidenz geschaltet. Jeweils 30 cm vor und hinter der GEM-MSGC befanden sich zwei Detektoren aus szintillierenden Fasern. Diese Detektoren waren noch unbestrahlte Testdetektoren aus der Faserforschung (siehe Kapitel 3). Es wurden hier jeweils sieben nebeneinanderliegende Straßen ausgelesen, die einen Wiederholabstand von 0,370 mm besitzen. Damit erhält man eine Breite der aktiven Fläche von jeweils 2,7 mm, die somit deutlich kleiner als die aktive Fläche in der GEM-MSGC war. Hier wurden nämlich 36 Anodenstreifen ausgelesen, und bei einem Anodenwiederholabstand von 0,3 mm erhält man hier eine Breite von 10,8 mm.
2 m hinter diesem Aufbau befand sich ein weiterer Szintillator mit einer Fläche von (20 $ \times$ 20) $ \rm cm^2$. Für die Bestimmung der Effizienz der GEM-MSGC wurde eine Koinzidenz aller drei Szintillatoren verlangt.

Bei einem Betrieb mit Magnetfeld muß berücksichtigt werden, daß der Positronenstrahl ebenfalls im Magnetfeld abgelenkt wird. Nun fliegt der Positronenstrahl nicht mehr senkrecht durch die GEM-MSGC. Um wieder einen senkrechten Durchgang des Positronenstrahls durch den Detektor zu erreichen, muß die GEM-MSGC um den Ablenkwinkel des Strahls gedreht werden. Der Ablenkwinkel des Positronenstrahls im Magnetfeld wurde durch Verschieben des zweiten Szintillators zu $ 3^{\circ}$ ausgemessen. Dieser Wert wurde immer beim Betrieb mit Magnetfeld als neuer Nullpunkt der Winkelskala angesetzt.


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Malte Hildebrandt
2001-06-11