Bewegen sich die Ladungen aufgrund der auf sie in einem
elektrischen Feld
wirkenden elektrischen Kraft
Diese Beschreibung gilt ganz allgemein. Für Teilchen, die mit der Umgebung nicht oder nur wenig wechselwirken, ergibt sich daraus eine Spiralbewegung. Hingegen für driftende Elektronen, deren Bewegung durch die Wechselwirkung mit Gasatomen und Gasmolekülen bestimmt wird, ergibt sich eine Gleichgewichtsbewegung, bei der der Energiegewinn durch Beschleunigung zwischen zwei Stößen und der Energieverlust durch Stöße ausgeglichen ist, und die Elektronen einen konstanten Geschwindigkeitsvektor haben.
Der Winkel zwischen der Driftrichtung und dem elektrischen Feld
wird als Lorentzwinkel
bezeichnet. Für diesen Winkel gilt:
Die in dieser Formel der schlichten Superposition von
elektrischer Kraft und Lorentzkraft hinzugefügten
magnetischen Ablenkfunktion
ist für eine korrekte
Beschreibung des Lorentzwinkels bei der Drift einer
Ladungswolke notwendig (siehe z. B. [Sch91]). Die magnetische
Ablenkfunktion
beschreibt dabei die
Tatsache, daß die driftenden Ladungen nicht mehr einer Maxwellschen
Geschwindigkeitsverteilung gehorchen. Im allgemeinen ist
eine Funktion von
- und
-Feld und kann stark von
1 abweichende Werte annehmen [Kun92], [Sch93].