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Für die systematischen Untersuchungen in dieser Arbeit
wurden GEM-MSGCs verwendet, die eine Größe von
besaßen.
Erst nach Abschluß dieser Tests wurde mit dem Bau von
sogenannten full-size GEM-MSGCs begonnen, die eine Größe
von rund (30
30)
und die original HERA-B-Geometrie
mit Strahlrohrausschnitt besitzen (siehe Kapitel 5).
Abbildung 4.1 zeigt den Aufbau einer GEM-MSGC, wie sie im
Rahmen dieser Arbeit untersucht wurden.
Abbildung 4.1:
Aufbau einer MSGC mit GEM-Folie, aus [Dre98b].
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- Das Substrat der Testdetektoren besteht aus 0,3 mm dickem, alkalifreiem Glas DESAG AF45 [DES]. Aus Stabilitätsgründen wurde für die full-size Substrate die Glasdicke auf 0,4 mm erhöht.
- Auf dem Glas befindet sich eine ungefähr 0,08
m dicke Schicht aus
amorphem Kohlenstoff ( diamond-like
coating), um der Oberfläche einen definierten Widerstand von
etwa
zu geben. Dies ist notwendig, um im
Langzeitbetrieb bei hohen Raten Aufladungseffekte auf dem Glas und damit
eine Ratenabhängigkeit der Gasverstärkung
zu vermeiden.
Alle Substrate der Testdetektoren wurden von der Firma SURMET
[SUR] mit einem solchen Coating beschichtet.
- Auf das beschichtete Glassubstrat wird im
lithographischen Lift-Off-Verfahren die 500 nm dicke
Elektrodenstruktur aufgebracht. Die Anoden haben eine Breite
von 10
m und die Kathoden von 170
m. Der Abstand
zwischen Anode und Kathode beträgt 60
m, so daß sich ein
Wiederholabstand von Anode zu Anode, der sogenannte Pitch, von 300
m ergibt.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden als Elektrodenmaterial Gold und
Aluminium auf ihre Beständigkeit im Langzeitbetrieb getestet
(siehe Abschnitt 4.6.4).
Das Aufbringen der Mikrostreifen-Struktur erfolgte bei der
Firma IMT [IMT], die notwendigen Zeichnungen für die verschiedenen
Belichtungsmasken wurden von P. Robmann von
der Universität Zürich erstellt.
- Auf der Rückseite des Substrats befindet sich eine leitende Schicht, die
sogenannte Backplane. Sie verbessert die Signalausbreitung und stellt
gleichzeitig eine Abschirmung gegen Einkopplungen dar.
Bei den Testkammern wurde dafür meist Leitsilber verwendet. Für die full-size
MSGCs bei HERA-B soll eine dünne, selbstklebende Aluminiumfolie eingesetzt werden.
- Auf dem Substrat befindet sich ein 3 mm hoher Rahmen,
der zum einen das Gasvolumen zur Seite abschließt und zum
andern als mechanische Halterung für die GEM-Folie dient. Die
Bauhöhe dieses Rahmens definiert also den Abstand der GEM-Folie von
dem Substrat und damit den sogenannten Transferraum
( transfer gap).
Um die Bauhöhe zu reduzieren, dabei aber keine Ladung aus der Primärionisation
zu verlieren (siehe unten), wurde bei den full-size GEM-MSGCs für HERA-B
die Höhe des Transferraums auf 2,8 mm verkleinert.
- Im Gasraum ist die GEM-Folie gespannt. Es handelt sich
dabei um eine 50
m dicke Kapton-Folie, die auf beiden
Seiten mit Kupfer beschichtet ist. Die Dicke der Kupferschicht beträgt entweder
15
m oder 7
m (siehe auch Kapitel 4.4). Sowohl in das Kupfer als
auch in das Kapton sind je nach Geometrie Löcher mit einem
Durchmesser zwischen 50 und 150
m geätzt, so daß die GEM-Folie bei einer
richtigen elektrischen Beschaltung für
driftende Elektronen nahezu vollständig
transparent ist.
In dieser Arbeit wurden der Einfluß verschiedener Loch-Geometrien auf
die sogenannte GEM-Verstärkung
(= Gasverstärkung in der GEM-Folie, siehe Abschnitt 4.4.3) und das
Verhalten der GEM-Folie in Langzeit-Hochratentests untersucht (siehe Abschnitt4.6.7).
Alle GEM-Folien wurden in der galvanischen Werkstatt [STW] am CERN geätzt.
- Ein weiterer 3 mm hoher Rahmen definiert den Abstand zum
Driftdeckel und damit die Höhe des sogenannten Driftraums
( drift gap). Nur die Elektronen der Primärionisation aus diesem
Gasraum werden sowohl in der GEM-Folie als auch an der MSGC gasverstärkt und
erzeugen das Signal. Somit bestimmt die Höhe des Driftraumes die Anzahl
der Primärelektronen.
- Der Deckel schließt das Gasvolumen nach oben hin ab und
dient gleichzeitig als Driftelektrode. Üblicherweise wurde
hierfür eine Kaptonfolie mit einer Dicke von 100
m verwendet, die einseitig mit
17
m Kupfer beschichtet ist.
- Die MSGC ist mit einem Zählgas gefüllt, das bei einem
Teilchendurchgang die notwendige Primärionisation erlauben
und einen sicheren ``Zählbetrieb'' gewährleisten muß. Der Detektor wird
bei Atmosphärendruck betrieben.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden Tests mit Ar/DME (50/50) und
Ar/
(70/30) durchgeführt.
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Malte Hildebrandt
2001-06-11