next up previous contents
Nächste Seite: Ergebnisse Aufwärts: Messungen bei HERA-B Vorherige Seite: Messungen bei HERA-B   Inhalt

Testaufbau

Für den Test bei HERA-B wurden zwei Faserdetektoren aus Kuraray SCSF-78M mit 6 Fasern pro Auslesestraße gebaut. Dafür wurden jeweils zwei Testdetekoren mit 3er-Straßen aufeinandergeklebt und die beiden übereinander liegenden 3er-Straßen zu einer 6er-Straße zusammengefaßt. Abbildung 3.21 zeigt den Querschnitt durch die Fasergeometrie und die Anordnung der beiden Detektoren bezüglich der Teilchenflugbahnen. Die Detektoren wurden mittels eines Ständers direkt unter dem Protonenstrahlrohr aufgebaut, so daß die szintillierenden Fasern tatsächlich im Akzeptanzbereich des Inneren Spurkammersystems positioniert waren.

Abbildung: Faserdetektor mit 6er-Straßen für Test bei HERA-B, aus [Zie98]. Dazu wurden zwei Faserdetektoren mit 3er-Straßen aufeinandergeklebt und die beiden übereinanderliegenden 3er-Straßen zu einer 6er-Straße zusammengefaßt. Bei HERA-B wurde mit zwei solchen Testdetektoren gemessen.
\includegraphics [width=.7\textwidth]{Bilder/SzintFasern/6faserhera.eps}

Die 6 Fasern einer Auslesestraße wurden auf zwei Lichtleiter gekoppelt und von einem Pixel des 16-Kanal-Photomultipliers ausgelesen. So war sichergestellt, daß tatsächlich nur die Lichtmenge einer 6er-Straße von einem Kanal des Photomultipliers registriert wurde.

Zusätzlich zu den Lichtleitern, die die Detektorstraßen auslasen, wurden noch vier weitere Lichtleiter am Photomultiplier angeschlossen, die nicht mit szintillierenden Fasern verbunden waren. Diese vier Lichtleiter dienten der Beantwortung der Fragestellung, ob und wieviel Cerenkovlicht in den klaren Fasern entsteht.
Dazu wurden zwei Lichtleiter senkrecht und zwei parallel zu den Teilchenflugbahnen bei HERA-B ausgelegt. Als Lichtleiter wurden nur die klaren Fasern von Kuraray verwendet.

Der Testaufbau befand sich in der Nähe des HERA-B-Magneten, und deshalb wurde der Photomultiplier zur Abschirmung in einem Rohr aus Weicheisen untergebracht.

Im Gegensatz zu den Labortests, bei denen der gesamte Versuchsaufbau in der lichtdichten Holzkiste gegen einfallendes Streulicht geschützt war, mußten bei diesem Testaufbau beide Detektoren, die Lichtleiter und der Photomultiplier einzeln gegen das Hallenlicht geschützt werden. Dazu wurden die Detektoren und der Photomultiplier mit schwarzer ``Silofolie'' und schwarzem Klebeband umhüllt und die Lichtleiter in lichtundurchlässigen Schrumpfschlauch gefädelt.

Die Auslese der 16 Kanäle des Photomultipliers erfolgte mit einem FADC vom , wobei das Triggersignal direkt von einem Kanal des Photomultipliers abgeleitet wurde. Die Aufzeichnung der Daten erfolgte wiederum mit einem Macintosh-Computer und dem Programm ``FADCReadout&Ana'' [Feu].


next up previous contents
Nächste Seite: Ergebnisse Aufwärts: Messungen bei HERA-B Vorherige Seite: Messungen bei HERA-B   Inhalt
Malte Hildebrandt
2001-06-11