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Bestrahlung in $ \rm {N_2}$ -Atmosphäre

Um die Auswirkungen des Luftabschlusses nur während der Bestrahlung zu untersuchen, wurde ein Detektor in einer $ \rm {N_2}$-Atmosphäre bestrahlt. Dazu wurde dieser vor der Bestrahlung in einen Plastikschlauch gesteckt, der dann mit Stickstoff gefüllt wurde. In zwei Bestrahlungsschritten wurde der Detektor mit 0,2 und 1 Mrad bestrahlt. Nach jedem dieser Bestrahlungsschritte wurde der Detektor aus dem Schlauch ausgepackt und die Lichtausbeute gemessen. So konnte also jeweils nach der Bestrahlung wieder ungehindert Luft an die in Stegen verklebten Fasern gelangen.

Nach dem ersten Bestrahlungsschritt war die Abnahme der Lichtausbeute in beiden Fällen vergleichbar. Unmittelbar nach der zweiten Bestrahlung sank die Lichtausbeute jedoch auf 20 % des ursprünglichen Wertes. Schaute man auf die offenen Faserenden am Ende des Detektors, so leuchteten diese nicht wie üblich blau, sondern grün-bräunlich. Nach 24 h Erholung an Luft leuchteten die Fasern wieder bläulich, und auch die Lichtausbeute war wieder auf den nach dieser Bestrahlung erwarteten Wert angestiegen. Hier tritt offenbar eine Erholung auf, für deren Zustandekommen der Luftsauerstoff von entscheidender Bedeutung ist.



Abbildung: Relative Lichtausbeute eines in Luft und eines in $ \rm {N_2}$-Atmosphäre bestrahlten Detektors. Während der Bestrahlung befand sich der eine Detektor in einem mit Stickstoff gefüllten Plastikschlauch. Für die Messungen der Lichtausbeute wurde der Detektor wieder ausgepackt, so daß wieder Luft an die Fasern gelangen konnte.
\includegraphics [width=.7\textwidth]{Bilder/SzintFasern/rel-szint-n2.eps}


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Malte Hildebrandt
2001-06-11