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Voll verklebte szintillierende Fasern

Um den Einfluß von Luft auf die Schäden durch Bestrahlung und eine mögliche Erholung zu untersuchen, wurden die Detektoren in zwei unterschiedlichen Weisen geklebt (siehe auch Kapitel 3.3). Üblicherweise wurde der Klebstoff nur in schmalen Streifen im Abstand von ca. 2 cm aufgetragen. Um zu verhindern, daß Sauerstoff an die Fasern gelangt, wurden bei einem Detektor die Fasern beim Kleben entlang der gesamten Länge mit Klebstoff bestrichen und außerdem von außen damit eingepinselt. Zusätzlich wurde dem Klebstoff weiße Acrylfarbe beigemischt, die Titandioxid als weißes Pigment enthält. Da fast 95 % des in der Faser entstandenen Szintillationslichtes nicht im Akzeptanzkegel für den Weitertransports durch Totalreflexion liegen, sollte mit der weißen Farbe versucht werden, diese Licht eventuell doch wieder in die Faser zurückzustreuen.

Die Messungen der beiden unbestrahlten Detektoren zeigte jedoch, daß durch die weiße Farbe im Vergleich zu dem in Stegen verklebten Detektor keine Erhöhung der Lichtausbeute erzielt werden konnte.

Die relativen Lichtausbeuten in Abbildung 3.16 zeigen zudem deutlich eine stärkere Abnahme der gemessenen Photoelektronen nach der Bestrahlung bei dem vollverklebten Detektor. Selbst nach einem leichten Anstieg der Lichtausbeute von 40 % auf 50 % des ursprünglichen Wertes nach 500 h konnte die Lichtausbeute des nur in Stegen verklebten Detektors nicht erreicht werden.

Abbildung 3.16: Relative Lichtausbeute eines in Stegen und eines voll verklebten Detektors aus Kuraray SCSF-78M Fasern. Der voll verklebte Detektor zeigte auch nach einer leichten Erholung eine deutlich geringere Lichtausbeute.
\includegraphics [width=.7\textwidth]{Bilder/SzintFasern/rel-blau-zu-bavaria.eps}


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Malte Hildebrandt
2001-06-11