Die Erzeugung der Photoelektronen an der Photokathode des PMs ist ein diskreter Prozeß, wobei die Individualprozesse voneinander unabhängig sind. Die Verteilung der Photoelektronen wird daher durch die Poissonstatistik beschrieben:
Dabei ist P die Wahrscheinlichkeit, n Photoelektronen zu
erzeugen, wenn im Mittel
Photoelektronen entstehen.
Die einzelnen Photoelektronen werden auf dem Weg zur jeweils
nächsten Dynode aufgrund der angelegten Betriebsspannung des Photomultipliers beschleunigt
und können so dort weitere Sekundärelektronen freisetzen.
Das Signal nach diesem Verstärkungsprozeß wird durch eine
Gaußverteilung beschrieben.
Das Ausgangssignal des Photomultipliers ist also eine
Überlagerung von Gaußkurven, deren Amplituden
poissonverteilt sind. Mathematisch entspricht dies der Faltung
einer Gauß- mit einer Poissonfunktion:
Diese Funktion
muß an das Pulshöhenspektrum des
Photomultipliers angepaßt werden. Dabei sind die Amplitude
a und die mittlere Photoelektronenzahl
die freien
Parameter. Die Werte für die Kanalposition
und
die Breite
werden aus der Anpassung einer
Gaußfunktion an das Single-Photoelektron-Spektrum übernommen (siehe Abschnitt 3.6.4).
Bei mittleren Photoelektronenzahlen zwischen 2 und 6 ist es
ausreichend, für die Anpassung die Summe in Gleichung (3.8)
bei
= 15 abzubrechen.
Das Anpassen einer Gaußfunktion an das Single-Photoelektron-Spektrum und
der Funktion
aus Gleichung (3.8)
an des Multi-Photoelektron-Spektrum wurde mit
dem Programm Mathematica [Mat88] durchgeführt.
Die Abbildung 3.13 zeigt zwei Beispiele für die
Auswertung der Multi-Photoelektron-Spektren.
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