Durch die Vielfachstreuung in den Fasern durchfliegen die Elektronen
das szintillierende Material nicht immer nur geradlinig, sondern werden durch das
Coulomb-Kernfeld abgelenkt. Beim Zurücklegen
längerer Wegstrecken im Szintillator wird natürlich auch die Lichtausbeute größer.
Wird eine gaußförmige Verteilung der auf eine Ebene projizierten Winkelverteilung bei der Vielfachstreuung eines Teilchens angenommen, so ist der halbe Öffnungswinkel für den 98 %-Bereich gegeben durch [PDG98]
Für die Meßbedingungen im Labor und mit der Forderung durch die
Triggerszintillatoren, daß
0,9 MeV, ergibt sich
mit
= 0,15 cm,
= 42,9 cm und
0,665 MeV ein Öffnungswinkel
des 98 %-Bereichs von
0,949 rad =
.
Die unter diesem Winkel fliegenden Teilchen verlassen die zentralen 3er-Straße
und fliegen in die Nachbarstraße. Da bei den Testdetektoren insgesamt 7
nebeneinanderliegende 3er-Straßen auf einem PM-Pixel zusammengefaßt sind, wird alles
so entstandene Licht registriert.
Bei Vernachlässigung der freien Faserzwischenräume und des Claddings ergibt
sich, verglichen mit der Distanz d bei ungestreutem Durchgang, für
die bei maximaler Ablenkung durch Vielfachstreuung
mit d' =
eine um 12 % längere Flugstrecke
innerhalb von szintillierendem Material.
Teilchen, die unter diesem Winkel das Bündel aus szintillierenden Fasern verlassen, erfüllen jedoch nicht mehr die geometrische Bedingung für das Erreichen des zweiten Triggerszintillators.
Somit sollte die zusätzliche Lichtausbeute aufgrund längerer Flugstrecken im Szintillator durch Vielfachstreuung deutlich unter 12 % liegen.