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Trigger

Zur Erzeugung des Szintillationslichtes werden die Detektoren mit Elektronen einer Strontium-Quelle bestrahlt. In Abbildung 3.11 ist der Aufbau zum Ableiten des Triggersignals für die Auslese zu sehen.

Abbildung 3.11: Geometrie und Anordnung der Triggerszintillatoren. Die Elektronen der Sr-Quelle müssen zunächst den Detektor und den Triggerszintillator 1 durchfliegen, bevor sie den Triggerszintillator 2 erreichen. Nur bei koinzidenten Signalen aus Triggerszintillator 1 und 2 wird der Detektor ausgelesen.
\includegraphics [width=.65\textwidth]{Bilder/SzintFasern/trigger.eps}

Die durch eine Blende an der Quelle kollimierten Elektronen durchdringen zunächst die szintillierenden Fasern des Testdetektors. Zur Auslösung eines Triggersignals müssen die Elektronen dann aber sowohl im Triggerszintillator 1 als auch 2 ein Signal erzeugen. Nur bei Koinzidenz dieser beiden Signale wurde der Detektor ausgelesen.

Durch diese Bedingung müssen die Elektronen also mindestens 5 mm Plastik durchfliegen, um ein Triggersignal auszulösen. Bei einem mittleren Energieverlust $ \frac{dE}{dx}$ = 1,8 $ \frac{MeV}{cm}$ benötigen die Elektronen dafür mindestens eine Energie von 0,9 MeV.
Durch diese Koinzidenzbedingung wird das niederenergetische Spektrum der Sr-Quelle abgeschnitten und verhindert, daß $ \gamma$-Strahlung durch Compton-Effekt in nur einem Triggerszintillator bereits ein Auslesen auslöst.

Die Breite des Triggerszintillators 2 und sein Abstand von der Sr-Quelle definieren den Öffnungswinkel $ \alpha $ des Kegels, in dem die Elektronen den Detektor durchfliegen und geometrisch noch den Triggerszintillator 2 erreichen können, um damit ein Triggersignal auszulösen: $ \frac{\alpha}{2} = \arctan(\frac{2,5~mm}{10~mm}) =
14^\circ$
Mit dem kleinen Öffnungswinkel und dem minimalen Abstand des Testdetektors von der Sr-Quelle wird erreicht, daß im wesentlichen nur eine 3er-Straße von den Elektronen durchflogen wird.



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Malte Hildebrandt
2001-06-11