Beim Lichttransport innerhalb der Faser kommt es durch Reflexion, Absorption und Streuung zu Lichtverlusten.
Wie im vorigen Abschnitt beschrieben beruht der
Lichttransport innerhalb der Faser auf Totalreflexion. Aus
Abbildung 3.2 erkennt man, daß bei einer Faser mit der
Länge L und dem Durchmesser d das Licht über
Reflexionen zum Faserende geleitet wird.
Dabei führen besonders Fehlstellen beim Übergang vom Kern zum Cladding
oder Absplitterungen und feine Risse, die durch zu
enges Biegen der Faser entstehen können, zu einer
Verringerung des Reflexionskoeffizienten
(dabei
), der dann
über
zu einer Verringerung der
Lichtausbeute führt.
Um mechanische Beschädigungen durch zu enges Biegen zu
vermeiden, gilt als Faustregel [Bäh97]: Biegeradius
1000
Faserradius
Absorptionsverluste entstehen, wenn das Emissionsspektrum des Szintillators mit seinem eigenen Absorptionsspektrum überlappt. Durch die Wahl eines geeigneten Wellenlängen-Schiebers können diese Verluste vermieden werden.
Die Verschiebung des Emissionsspektrums zu größeren
Wellenlängen durch einen Wellenlängen-Schieber reduziert
auch Streuverluste, die hauptsächlich durch Rayleighstreuung
(
) an Störstellen oder
Dichteschwankungen im Polystyrol verursacht werden.