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Aus der physikalischen Fragestellung und dem Aufbau des HERA-B-Detektors
ergeben sich folgende Anforderungen an das Innere
Spurkammersystem und die dafür verwendeten Detektoren:
- Das Innere Spurkammersystem muß radiale Abstände
zwischen 6 cm
R
30 cm vom Strahl abdecken. Je nach
Abstand vom Wechselwirkungspunkt entspricht dies einem Winkelbereich
von 10 mrad bis maximal etwa 100 mrad.
- In diesem Bereich werden Teilchenflußdichten von bis zu
erwartet, die vom Detektor verarbeitet
werden müssen.
- Durch die hohen integrierten Raten sind die Detektoren
einer Strahlenbelastung von bis zu 1 Mrad/a (10 kGy/a) ausgesetzt. Bei
einer geplanten Betriebszeit von 3 bis 5 Jahren müssen die
Detektoren also extrem beständig gegen Strahlenschäden und
Alterung sein.
- Die geforderte räumliche Auflösung beträgt in
horizontaler (x-) Richtung (= Biegeebene des Magneten)
100
m, in vertikaler (y-)
Richtung
1 mm und in Richtung des Strahlrohres (z-Richtung)
3 mm.
- Der Detektor muß schnelle Signale liefern. Die
Notwendigkeit einer schnellen Auslese ergibt sich aus der
Bunch-Crossing-Frequenz bei HERA von 10 MHz und der Tatsache,
daß das Innere Spurkammersystem auch Signale für den Trigger
liefern soll.
- Um nicht mehr als 10 % der Level-1-Triggerrate zu verlieren, ist eine
Effizienz einer Detektorlage von mindestens 96 % notwendig.
- Die Occupancy des Detektors soll bei 40 MHz Wechselwirkungsrate
nicht überschreiten. Dies erfordert bei einer mittleren Streifenlänge von 25 cm
eine Granularität von 
m.
- Für eine effiziente Spurrekonstruktion der gesuchten
Zerfallskanäle werden die Detektoren auf insgesamt 10
Stationen zwischen Vertex-Detektor und Myon-System verteilt
sein. Je nach Station gibt es eine unterschiedliche Anzahl von
Detektorebenen in den Winkelorientierungen
,
und
.
- Ein Teil der Detektoren des Inneren Spurkammersystems
wird in einem Magnetfeld von 0,85 T betrieben. Es darf
dabei zu keiner Einschränkung der physikalischen
Funktionalität kommen. Beim Bau der Detektoren ist darauf zu
achten, daß keine magnetischen Komponenten verwendet werden.
- Um die Impulsauflösung und Spurrekonstruktion möglichst wenig zu
beeinträchtigen und
-Konversion zu minimieren, muß die Materialdicke in Einheiten der
Strahlungslänge gering sein. Dies gilt sowohl für den
Detektor als auch für die Trage- und Befestigungsstrukturen.
- Da insgesamt 184 Detektoren für das Innere
Spurkammersystem bei HERA-B benötigt werden, muß die
Detektortechnologie eine ``Massenproduktion'' von rund 200
Detektoren innerhalb eines überschaubaren und realistischen
Zeitrahmens und Personaleinsatzes erlauben.
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Malte Hildebrandt
2001-06-11