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Der HERA-B-Detektor

Die Suche nach der Antwort auf die Frage der CP-Verletzung im B-System bildet zu Zeit einen der Schwerpunkte der experimentellen Hochenergiephysik. So befinden sich momentan mehrere Experimente im Aufbau, die sich explizit mit dieser Fragestellung beschäftigen: BaBar [BaB95] am SLAC in Stanford, BELLE [BEL95] am KEK in Tanashi bei Tokio und HERA-B [HER92], [HER94], [HER95] am DESY in Hamburg.

Auch bei dem zukünftigen Beschleuniger LHC am CERN in Genf wird neben der Suche nach ``Neuer Physik'' und dem Higgs-Teilchen auch die B-Physik einen Schwerpunkt bilden: Das Experiment LHCb [LHC95], [LHC98] befindet sich gerade in der Planungsphase.

Aber auch bereits laufende Experimente, die ursprünglich nicht für diese Fragestellung optimiert wurden, nehmen die CP-Verletzung in ihr Meßprogramm auf. So wollen die beiden Experimente CDF [CDF96] und D0 [D096] am Fermilab in Chicago nach dem Ausbau des Tevatron-Beschleunigers (1999) auch CP-Verletzung im B-System messen.

HERA-B wird die CP-Verletzung beim Zerfall der neutralen B-Mesonen untersuchen und dafür die notwendigen B-Mesonen durch Kollision der Protonen des HERA-Speicherrings mit den Nukleonen eines Draht-Targets erzeugen. Ein Teil der Detektorkomponenten ist bereits installiert. Die Komplettierung des Detektors soll im Jahre 1999 abgeschlossen werden.



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Malte Hildebrandt
2001-06-11